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Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation / ReZa

Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation / ReZa

1.

Beschreibung

Personen, die im Rahmen der Ausbildung von Menschen mit Behinderung tätig sind, benötigen zusätzliche Kenntnisse, um den spezifischen Belangen der Zielgruppe gerecht werden zu können.

Aufgrund dieses Hintergrundes wird eine rehabilitationspädagogische Zusatzausbildung von Ausbildern erwartet, die in der Berufsausbildung von behinderten Menschen gemäß § 66 BBiG/§ 42 HwO tätig sind. Diese Forderung ergibt sich aufgrund des § 6 der „Rahmenregelung für Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen gemäß § 66 BBiG/§ 42 HwO, die am 17.12.2009 als Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung aufgrund der entsprechenden Ermächtigung des § 66 BBiG erlassen worden ist.

2.

Anforderungen

Die Kernzielgruppe der berufsbegleitenden ReZa-Fortbildung stellen Personen dar, die an der beruflichen Ausbildung von Menschen mit Behinderung beteiligt sind. Das sind insbesondere Ausbilderinnen und Ausbilder in Betrieben und in Einrichtungen und Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation, aber auch Personen, die in Kooperation mit Einrichtungen und Anbietern von Maßnahmen der beruflichen Rehabiliation an der Ausbildung mitwirken. Kenntnisse entsprechend der „Ausbilder-Eignungsverordnung” (AdA) und Erfahrungen mit Ausbildung sollten vorhanden sein.

3.

Lehrgangsinhalte

Ausgangspunkt für die inhaltliche Gestaltung unseres berufsbegleitenden ReZa-Lehrgangs ist die Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) vom 21.06.2012, ein von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke e.V. erstelltes Rahmencurriculum „Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilderinnen und Ausbilder (ReZA)“ anzuwenden. Mit unserem im Folgenden aufgeführten Lehrplan setzen wir das vorgenannte Rahmencurriculum in praxisgerechter Form um:

  • Rehabilitation: Grundlagen und Rahmenbedingungen
  • Rehabilitationsrecht
  • Datenschutzrecht
  • Berufsbildungsrecht
  • Behinderungsarten (Medizinische Grundlagen)
  • Sucht und Suchterkrankungen
  • Rehabilitationspädagogik und -psychologie
  • Kommunikationstechniken und Rhetorik
  • Konflikt, Konfliktlösungsstrategien, Mediation
  • Teamdiagnose, Teamentwicklung, Teamarbeit
  • Moderation und Besprechungswesen
  • Diagnostik und Beobachtung
  • Didaktik und Methodik
  • Soziale und persönliche Entwicklung Auszubildender
  • Arbeitswissenschaft/Arbeitspädagogik
  • Sprache, Sprachgebrauch und Formulierungstraining
  • Prüfungen in der Rehabilitationspädagogik
  • Qualitätsmanagement
  • Konzeptionsentwicklung
  • Zusammenarbeit mit externen Personen und Institutionen
  • Supervision
  • Kollegiale Beratung
  • Projektreflexion und -beratung
  • Kollegiale Beratung/Projektarbeit – Betriebsinterne Workshops*

* Dieser Lehrgangsbaustein ist als „ausgelagerte” Unterrichtseinheit vorgesehen.Ein Anteil von 56 Stunden betriebsinterner „Kollegialer Beratung“ und „Projektarbeit“ ist dabei als „ausgelagerter“ Qualifizierungsbaustein konzipiert. Sie arbeiten in mindestens diesem Umfang fall- bzw. projektorientiert im betrieblichen Umfeld an Ausbildungsprojekten oder anderen in den Rahmen der Qualifizierung stehenden Projekten bzw. an Problemstellungen im Bereich der Ausbildungsgruppe oder einzelner Auszubildender. Diese Tätigkeiten werden von Ihnen dokumentiert und sind Grundlage für weitergehende Reflexion im Rahmen der Lehrgangsveranstaltungen „Kollegiale Beratung“ und „Projektreflexion und -beratung“.

4.

Prüfungsregelungen

Um unser Zertifikat zu erhalten, müssen Sie an mindestens 85 % aller Veranstaltungen teilgenommen haben. Bei weitergehenden Verhinderungen können Sie – je nach Verfügbarkeit – an Veranstaltungen von Vor-, Folge- oder Parallellehrgängen teilnehmen. Weiterhin ist ein – in der Regel im Rahmen der Lehrgangsveranstaltungen erwerbbarer – zu erbringen und es ein Bericht über in das Konzept integrierte Projekte oder Kollegiale Supervisionen zu erstellen. Zum Abschluss der Weiterbilung findet ein Kolloquium statt.

5.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Teilnahme für die berufsbegleitende Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilder/innen ist an keine formalen Zugangsvoraussetzungen gebunden, so dass grundsätzlich jede/r teilnehmen kann, der/die sich vom Erwerb der im Lehrgang vermittelten Kenntnisse einen beruflichen Nutzen verspricht und in entsprechenden beruflichen Zusammenhängen tätig ist bzw. tätig werden möchte.

Der Lehrgang schließt mit einem Zertifikat „Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation” ab. Das Zertifikat enthält einen Hinweis darauf, dass damit die Anforderungen gemäss § 66 BBiG/§ 42 HwO erfüllt werden (vgl. Abbildung).

Die Erteilung des Lehrgangszertifikates ist an eine Anwesenheitsquote von mindestens 85 % der angebotenen Veranstaltungen sowie an verschiedene Ausarbeitungen/Präsentationen während des Lehrgangsverlaufs gebunden.

6.

Weitere Informationen

Das Infoheft zum Lehrgang mit einer ausführlichen Beschreibung des Weiterbildungsangebots „Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für Ausbilder/innen“ können Sie hier kostenlos herunterladen:

Veranstaltungsorte, Termine und Preise

Unsere aktuelle Liste mit Veranstaltungsorten, Terminen und Preisen für diese Weiterbildung finden Sie in der zweiten Spalte unter Produktnummern 2a, 2b, 2c und 2d in diesem Dokument:

Links

Alle relevanten Informationen – Lehrgangsbeschreibung, Inhalte, Angaben zu Dozenten, Veranstaltungsorten, Terminen und Preisen und vieles mehr – finden Sie alternativ auch über den folgenden Button. Selbstzahler können sich dort auch verbindlich anmelden. Bei einer Anmeldung über eine Firma benötigen wir für eine verbindliche Anmeldung unter „Bemerkungen“ genaue Angaben zur anmeldenden Firma.

* Bei Anmeldung über eine Firma, Agentur für Arbeit, Jobcenter sowie Renten- und Unfallversicherungsträger können Sie sich nur über ein Anmeldeformular in schriftlicher Form anmelden.

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